Abbas Khider

Foto: Peter-Andreas Hassiepen

Foto: Peter-Andreas Hassiepen

*1973 in Bagdad, Irak. Mit 19 Jahren wurde er wegen seiner politischen Aktivitäten verhaftet. Nach seiner Entlassung floh er 1996 aus dem Irak und hielt sich als „illegaler“ Flüchtling in verschiedenen Ländern auf. Seit 2000 lebt er in Deutschland. In München und Potsdam studierte er Literatur und Philosophie. 2008 erschien sein Debütroman Der falsche Inder (Nautilius, 2008). In seine Romane lässt er eigene Erfahrungen, die er im Irak, auf der Flucht und in Deutschland machte, einfließen. Er erhielt zahlreiche Stipendien und verschiedene Auszeichnungen, wie den Nelly-Sachs-Preis und den Adelbert-von-Chamisso-Preis. Zurzeit lebt Abbas Khider in Berlin. Sein neuster Roman Ohrfeige (Hanser Verlag, 2016) erzählt eindrücklich die Geschichte des Asylbewerbers Karim, der sich durch das Labyrinth der deutschen Bürokratie kämpft und nur scheitern kann.