Mathias Enard

Foto: Marc Melki

Foto: Marc Melki

1972 in Niort, Frankreich. Mathias Énard studierte in Paris Kunstgeschichte, Arabisch und Persisch. Nach verschiedenen Aufenthalten im Mittleren Osten ging er 2000 nach Barcelona, wo er noch heute lebt. Neben seiner Tätigkeit als Autor arbeitet er für verschiedene Kulturzeitschriften.
Mathias Énard war unter anderem Stipendiat der Villa Medici in Rom sowie Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Derzeit lehrt er Arabisch an der Autonomen Universität Barcelona. Internationale
Bekanntheit erlangte der Autor durch seinen Roman Zone (Berlin Verlag, 2008), der vollkommen ohne Satzzeichen auskommt. Für diesen Text wurde er mit zahlreichen Preisen aufgezeichnet. Für seinen Roman Kompass (Berlin Verlag, 2015) erhielt er den renommiertesten französischen Literaturpreis Prix Goncourt. In diesem monumentalen Roman thematisiert Énard die Liebe des Westens zum Orient. Ein alternder Musikwissenschaftler begibt sich im Geiste noch einmal an die exotischen Orte seiner Forschungsreise. Sein Geist zaubert immer mehr Romanzen und Geschichten hervor, die alle von dem entscheidenden Beitrag des Orients zur westlichen Kultur und Identität zeugen.