Paul Maar

Das fliegende Kamel von Paul Maar und der Capella Antiqua Bambergensis am 18.10.2015 im Stadttheater Amberg. Foto: Tim Hufnagl

 

*1937 in Schweinfurt, ist einer der beliebtesten und erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren. Im Auftrag des Goethe-Instituts ist er weltweit unterwegs. Seine Bücher wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Sie wurden weltweit in mehr als 34 Sprachen übersetzt und erreichen Auflagen von mehr als 4 Millionen Exemplaren. Paul Maars Arbeit ist von beeindruckender Vielseitigkeit. Zu seinen bekanntesten Figuren gehören dasWünscheerfüllende Sams, der zwischen Tier- und Menschenweltwandelnde Herr Bello und der von orientalischen Abenteuern träumende Lippel, die in Buch und Film Erfolge feiern. In vielen seiner Bücher zeigt sich Paul Maar als virtuoser Wortkünstler, der in Gedichten, Reimen und Rätseln Unerwartetes aus Buchstaben und Begriffen zaubert, so in Kreuz und Rüben. Kraut und quer. Das große Paul-Maar-Buch. Ein Klassiker ist sein Bilderbuch Die Maus, die hat Geburtstag heut. »Als Kind«, sagt Paul Maar, »konnte ich nie begreifen, wie die Erwachsenen es aushalten, ihr ganzes Leben lang ein und denselben Beruf auszuüben. Ich stellte es mir entsetzlich langweilig vor, Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr das gleiche zu tun, und nahm mir vor, mindestens alle sieben Jahre den Beruf zu wechseln, wenn ich erst mal erwachsen wäre. Zunächst schien es so, als würde ich meinen kindlichen Lebensplan tatsächlich einhalten. Ich begann als Bühnenbildner, wurde dann Kunsterzieher und unterrichtete an einem Gymnasium. Noch als Lehrer fing ich an zu schreiben (zunächst Hörspiele und Funkerzählungen für Erwachsene), kündigte dann, gab meine Stelle an einen arbeitslosen Lehrer weiter und war nun freier Autor. Wäre alles folgerichtig weitergegangen, hätte ich schon längst den Schriftstellerberuf an den Nagel hängen und etwas Neues beginnen müssen. Aber ich arbeite nun schon so viele Jahre als Autor und stelle fest: Es langweilt mich immer noch nicht.“

Theatervorstellung: Neues vom fliegenden Kamel