Senthuran Varatharajah

Foto: Heike Steinweg

Foto: Heike Steinweg

* 1984 in Sri Lanka. Varatharajah studierte Philosophie, evangelische Theologie und Kulturwissenschaft in Marburg, Berlin und London. Varatharajahs Debütroman Vor der Zunahme der Zeichen (Fischer, 2016) beschreibt einen Chat bei Facebook. Durch Zufall beginnen Senthil Vasuthevan und Valmira Surroi ein digitales Gespräch. Er lebt als Doktorand der Philosophie in Berlin, sie studiert Kunstgeschichte in Marburg. Sieben Tage lang erzählen sie sich von ihrem Leben, ohne sich zu begegnen. Ihre Nachrichten handeln von ihren Familien und ihrer Flucht aus Bürgerkriegsgebieten, von ihrer Kindheit im Asylbewerberheim und ihrer Schul- und Studienzeit. Reflektiert schreibt Senthuran Varatharajah in seinem Text über Herkunft und Ankunft, über Erinnern und Vergessen und über die Brüche in Biographien, die erst nach einiger Zeit sichtbar werden. Es geht um Heimat, Flucht, Bürgerkrieg, das Leben im Asylbewerberheim, Schule und Ausbildung. Der Autor beschreibt zwei Lebensläufe, die deutlich machen, wie es ist, seine Wurzeln zu verlieren. Für sein Roman Vor der Zunahme der Zeichen (Fischer, 2016) wurde der Autor mit dem 3Sat-Preis bei den 38. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt. Senthuran Varatharajah lebt in Berlin.