Shumona Sinha

Foto: Patrice Normand

Foto: Patrice Normand

*1973 in Kalkutta, Indien. Shumona Sinha wuchs in ihrer Heimatstadt Kalkutta in einer literarisch aufgeschlossenen familiären Umgebung auf. Bereits als Teenager entdeckte sie ihr Interesse an der französischen Kultur. Seit 2001 lebt sie in Paris, studierte französische Literatur und Linguistik an der Universität Sorbonne und arbeitete als Englischlehrerin und Dolmetscherin. Während ihrer Tätigkeit in der französischen Migrationsbehörde erschien ihr Roman Erschlagt die Armen (Nautilus, 2015). Darin kritisiert sie die menschenverachtende
Einwanderungspolitik Frankreich. Der Roman löste einen Skandal aus und sorgte für ihre Entlassung. Für selbigen wurde sie mit diversen Preisen ausgezeichnet, darunter 2016 mit dem Internationalen Kulturpreis des „Haus der Kulturen der Welt“. Ihre Romane, die sie in französischer Sprache verfasst, sind in Indien bisher nicht erschienen. Ihr dritter Roman Kalkutta (Nautilus,2016), für den sie 2014 den Prix du Rayonnement de la langue et de la littérature françaises erhielt, lässt den Leser in die indische Stadt eintauchen und auf Spurensuche in Sinhas Familie und die Geschichte der Region Westbengalen gehen.