Stühle

Stühle

Von: Sarah Alexandra Gerdes , Klasse 12, Oberschule an der Egge

Das Bild stimmt mich traurig. Es erinnert mich daran, wie schnell man in dieser Welt ausgewechselt, vergessen oder verstoßen wird. Es sind Stühle, die in meinen Augen Menschen widerspiegeln, welche von der Gesellschaft verstoßen wurden. Diese Möbel waren Gebrauchsgegenstände, bis sie nicht mehr ihren Zweck erfüllten und ersetzt wurden. Das Bild wirft die Wörter „Verschwendung“ und „Vergessenheit“ in meinen Gedanken auf.
Es gibt so viele Menschen, die sich wünschen würden, einmal in ihrem Leben auf einem Stuhl zu sitzen, statt auf dem kalten Boden. Leider vergisst man diese Situation im Alltag viel zu häufig und vergisst, welchen Luxus man täglich erlebt. Man sollte daher dankbar sein, sogar für jeden Stuhl, auf dem man rastet.
Die Stühle sehen benutzt und verbraucht aus. Sie stehen nur herum und jeder einzelne erzählt Geschichten. Geschichten des Lebens, schöne wie auch traurige. Genauso wie diese Stühle stehen einige Menschen mitten in ihrem Leben und denken, sie werden nicht mehr gebraucht. In unserer Gesellschaft wird man oft wie ein Gegenstand behandelt und schnell ersetzt oder weggeworfen. Menschen werden zu Gebrauchsgegenständen. Wenn man kaputt ist oder die Last nicht mehr tragen kann, wird man ersetzt oder mit sich allein gelassen.
Wenn man jeden Stuhl genau ansieht, sieht man, dass jeder verschieden ist und seine eigene Geschichte erzählt. Einige sehen verbraucht und benutzt aus und andere sind äußerlich noch gut, aber innerlich instabil.
Menschen wie Stühle haben es nicht einfach und müssen eine große Last tragen. Jeder einzelne Stuhl trägt, wie Menschen, Narben und Schrammen, die Geschichten erzählen.

Von: Caroline Renz, Klasse 12, Gymnasium Cäcilienschule Oldenburg

Erzählt nicht jeder Stuhl eine Geschichte? Schau sie doch nur an, eigentlich wirklich faszinierend. Wer da wohl schon drauf saß, und wie wohl. Die Situation, das Gefühl, die Umgebung, so viel. Die Singularität dieser Individualität steht wirklich im Kontrast zu der Allgemeinheit die diese Ansammlung der Stühle ausmacht.
Eine Szenerie der Verallgemeinerung von Geschichten, die eigentlich nie gedacht werden, so könnte man wohl auch sagen.
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