29.10. Martin Piekar, 18.00 Uhr

Vom Fällen eines Stammbaums

Marcin wächst auf in prekären Verhältnissen: Seine Mutter floh in den 1980ern aus Polen nach Deutschland, um ihn, ihr zweites Kind, hier großzuziehen. Sie arbeitet hart als Altenpflegerin, sie trinkt zu viel, und irgendwann sieht sie in ihrem Sohn nur noch den Antagonisten. Währenddessen versucht Marcin, mit Videospielen, Nu Metal und Gedichten herauszufinden, wer er ist und hier in Deutschland sein kann.  In dieser Spannung leben die beiden mit- und gegeneinander.

Erst spät im Leben – die alternde Mutter ist schwer krank, und Marcin pflegt sie – offenbart sich die Familiengeschichte in Gänze: eine Lebenserzählung zwischen Anekdote und Abgrund. Der Krieg ist nicht vorbei. Kein Krieg ist je vorbei. 


Moderation: Sandra Vlasta

Rowohlt, 2026

Gerhard-Marcks-Haus
Am Wall 208
28195 Bremen

Martin Piekar

°1990 in Bad Soden am Taunus lebt heute in Frankfurt am Main. Dort studierte Martin Piekar Philosophie und Geschichte. Während seiner Studienzeit war er bereits Teil von sexyunderground einer Frankfurter Gruppe junger Autor*innen. Seitdem folgten weitere Veröffentlichen und Auszeichnungen, insbesondere in der Lyrik, für die er vielfach ausgezeichnet wurde, unter anderem mit dem KELAG-Preis beim Bachmannwettbewerb. Vom Fällen eines Stammbaums ist der Debütromans des Schriftstellers, Lyrikers und Lehrers.
Info Autor*in

Foto: (c) Charlotte Werndt

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