Marina Frenk: ewig her und gar nicht wahr

Lesung und Gespräch

EWIG HER UND GAR NICHT WAHR (Wagenbach 2020)

Aus Bessarabien im heutigen Moldawien sind Marina Frenks jüdische Familienmitglieder in alle Welt geflüchtet. Ihr erster Roman führt zurück zu den Wurzeln ihrer Herkunft und bietet eine literarische
Irrfahrt durch die europäische Geschichte. Das bunte, heterogene kulturelle Erbe der Protagonistin ist geprägt von Angst und Vertreibung, aber auch von Mut und Energie. Erlebnisse und Traumata der einst im Faschismus und Kommunismus lebenden Familie werden dicht und plastisch übereinander geblendet. Marina Frenk erkundet stilsicher und mit Leichtigkeit Heimatlosigkeit, Identitätssuche und
Zugehörigkeit.

Moderation: Lore Kleinert

In Zusammenarbeit mit dem Gerhard Marcks Haus

 

Alena Mornštajnová: Hana

Lesung und Diskussion

HANA (Wieser Verlag 2020)

Es ist Winter im Jahr 1954 und die neunjährige Mira begibt sich trotz des Verbots ihrer Eltern zum Fluss aufs Eis. Sie fällt ins Wasser. Zur Strafe bekommt sie auf einer Familienfeier keinen Nachtisch. Dies hat
fatale Folgen. Es folgt eine Tragödie, die sie für lange Jahre an ihre depressive Tante Hana bindet. Schritt für Schritt wird eine bewegte Familiengeschichte aufgedeckt. Es geht um Liebe, Verrat, Feigheit und Mut – das alles vor der Folie der Naziherrschaft. Die Geschichte basiert auf wahren Begebenheiten. Sie
wird von Alena Mornštajnová in einem mitreißenden Tempo erzählt.

Diskussionspartnerin: Mircea Ionescu
Moderation: Viktorie Knotková und Libuše Černá

In Zusammenarbeit mit dem Programm Tschechien 2020