Olga Grjasnowa: Gott ist nicht schüchtern

Lesung

Foto: René Fietzek

Olga Grjasnowa: Gott ist nicht schüchtern, (Aufbau 2017)

 


Moderation: Silke Behl

In Kooperation mit Theater Bremen.

FINISSAGE // Ilija Trojanow: Nach der Flucht

FINISSAGE: Vortrag und Lesung

Foto: Judith-Jockel

Ilija Trojanow: Nach der Flucht (S.Fischer 2017)

Diskussion mit Michael Stavarič, Axel Dunker, Elisabeth Arend und Libuse Cerna

Begrüßung: Carmen Emigholz, Staatsrätin für Kultur
Moderation: Elisabeth Arend, Libuše Černá

In Zusammenarbeit mit der Senatskanzlei
Unterstützt durch Die Unternehmensverbände
im Lande Bremen

Die Veranstaltung wird von unserem Medienpartner Bremen Zwei aufgezeichnet.

 

Zweiter globale°-Workshop zum Übersetzen

Workshop

Zweiter globale°-Workshop zum Übersetzen

Übersetzungsvorgänge sind in vielerlei Formen in unsere Alltagshandlungen und -situationen eingebunden. Von dieser Überlegung aus sollen in diesem Workshop zwei besondere Formen des Übersetzens ausgelotet werden. Sie sind eher an den Rändern übersetzerischer Praxis angesiedelt, aber keineswegs marginal. Zwei unterschiedliche, durch angesehene Drittmittelgeber geförderte Projekte und eine weitere Initiative werden hier vorgestellt: In handverlesen  präsentiert globale° das Übersetzen von Gedichten in Gebärdensprache. Die „Weltsprache der Poesie“ äußert sich nicht allein in Worten, sondern auch in Gebärden. Komplexe Übersetzensprozesse zwischen diesen beiden Ausdrucksformen werden erläutert und in Form gebärdeter Gedichte vorgeführt. Katharina Mevissen und Franziska Winkler haben dieses Projekt aus der Taufe gehoben und gestalten den ersten Teil des Workshops. Auch im zweiten Teil dieses Workshops geht es um Teilhabe an gesellschaftlicher Kommunikation durch Übersetzen. Mit Weiter Schreiben wird eine Initiative vorgestellt, die Schreib-Tandems von Geflüchteten und deutsch schreibenden Journalist*innen bzw. Autor*innen bildet, um den in Deutschland angekommenen Menschen den literarischen Ausdruck in der für sie noch neuen Sprache zu erleichtern.Eingeladen ist der junge aus Saudi-Arabien stammende Autor Galal Alahmadi, der mit der Berliner Literaturwissenschaftlerin, Publizistin und Autorin  Tanja Dückers zusammen arbeitet, die den deutschsprachigen Part des Schreib-Tandems darstellt. Ebenfalls zu Gast ist die deutsche Autorin Tanja Langer, die zusammen mit David Majed den Roman „Der Himmel ist ein Taschenspieler“ realisiert hat. Beide bauen zusammen Brücken zwischen den Kulturen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der bundesweiten Reihe „Meet your neighbours“ statt.


Moderation: Elisabeth Arend
Dolmetscherin: Senaa Al-Khaffaji

Eine Kooperation der Globale°,  der Universität Bremen und dem FZHB

 

 

 

Michael Stavarič: Gotland

Lesung

Foto: Lukas Beck

Michael Stavarič: Gotland (Luchterhand 2017)

„Es gibt ihn, diesen Gott, der im Wasser schwimmt, der auf dem Wasser treibt und niemals untergeht, der allen, die am Ufer verharren, nachsieht und zuwinkt, es muss ihn einfach geben. Er scheint nah und zugleich fern, ein Schatten am Plafond, wie dunkel doch heut der Himmel ist, viel dunkler noch als die gekräuselte See, stumm die Fische darin und schwer sind ihre Bäuche.“ (Michael Stavarič)

 

 

Moderation: Esther Willbrandt
Unterstützt durch die Robert Bosch Stiftung

 

 

Dragan Velikić: Jeder muss doch irgendwo sein

Lesung im Brauhaus (altes MOKS)

Foto: Mikovan Milenkovic

Dragan Velikić: Jeder muss doch irgendwo sein (Hanser Berlin 2017, ins dt. übersetzt von Mascha Dabić)

„Dragan Velikićs neuer Roman ist eine berührende Hommage an seine Mutter, an ein Land, eine Zeit und Menschen, die es nicht mehr gibt.“

HINWEIS: Die Lesung ist auf der Autorenseite im Programmheft fälschlicherweise unter 15 Uhr vermerkt, findet aber um 17 Uhr statt!

Moderation: Christoph Sodemann

EINTRITT 5 €

Projekt „Weiter Schreiben“ (mit Noor Kanj und Svenja Leiber) & Hamed Abboud: Der Tod backt einen Geburtstagskuchen

Projekt und Lesung

Projekt weiter schreiben

Bild: Yaser Safi

Auf weiterschreiben.jetzt publizieren ab 8. Mai 2017 Autor*innen aus Krisengebieten, insbesondere syrische und Sinti- und Roma- Autor*innen, aus den Bereichen Kurzprosa, Poesie, Essay und literarischer Journalismus. Bis Ende 2017 werden dort über vierzig literarische Texte veröffentlicht. Für Autor*innen aus Krisengebieten ist der Schreibprozess durch die politische Situation mindestens unterbrochen, zuweilen lebensgefährlich. Der Zugang zum Literatur- und Medienbetrieb ist verstellt, das Publizieren (fast) unmöglich. Indem „Weiter Schreiben“ diesen Autor*innen eine Plattform gibt, vereint das Portal gleichermaßen ein künstlerisches wie politisches Anliegen. Die Autor*innen von „Weiter Schreiben“ sind gesellschaftliche Akteure mit der Fähigkeit, Demokratie zu bereichern. Sie vertiefen den interkulturellen Dialog, ergänzen die Berichterstattung durch ihre Erfahrungen und Sichtweisen und durchkreuzen Stereotypen. Die Autor*innen von „Weiter Schreiben“ treten mit deutschsprachigen Autor*innen in ein Gespräch. Gemeinsam arbeiten sie an den literarischen Texten und Übersetzungen, um den künstlerischen Austausch zu fördern und neue, gemeinsame Perspektiven zu schaffen. Literarische Partner*innen sind zum Beispiel Souad Alkhateeb und Antje Rávic Strubel, Galal Alahmadi und Tanja Dückers, Lina Atfah und Nino Haratischwili, Ramy Al-Asheq und Monika Rinck sowie Noor Kanj und Svenja Leiber. Das Portal steht unter der künstlerischen Leitung von Annika Reich (Autorin) und Dr. Ines Kappert (Leiterin des Gunda-Werner-Instituts der Heinrich-Böll-Stiftung). Die Texte erscheinen in Originalsprache und in deutscher Übersetzung und werden von Fotograf*innen und Künstler*innen aus Krisengebieten illustriert. Als Übersetzer* innen konnten u.a. Leila Chammaa und Suleman Taufiq gewonnen werden.

Die Veranstaltung findet außerdem im Rahmen der bundesweiten Reihe „Meet your neighbours“ statt.

 

 

& Hamed Abboud: Der Tod backt einen Geburtstagskuchen (pudelundpinscher 2017, ins dt. übersetzt von Larissa Bender)

Foto: Nina Oberleitner

Hamed Abbouds neuestes Werk Der Tod backt einen Geburtstagskuchen ist eine Sammlung von Textenüber den Krieg und die Situation in Syrien und hat es auf Anhieb auf die Shortlist des diesjährigen „Internationalen Literaturpreis/ Haus der Kulturen der Welt“ geschafft.

 

 

 

 

Moderation: Lore Kleinert
Dolmetscherin: Jasmina Heritani

In Zusammenarbeit mit Sehnsucht Europa

 

Wisenschaft um 11 – Wo sind die Grenzen des Mittelmeerraums?

Gespräch

Wisenschaft um 11: Wo sind die Grenzen des Mittelmeerraums?

Migrationsgeschichte im Mittelmeerraum? Nicht nur physische Faktoren bilden Räume, sondern auch das Handeln und Denken der Menschen. Räume schafft auch die Verdichtung von Beziehungen durch wirtschaftlichen Austausch, politische Interessen, die Wanderung von Ideen und Konzepten, Mobilität
und Migration. Die aktuelle Migrationsgeschichte hat uns gelehrt, dass der Mittelmeerraum in diesem funktionalen Sinne viel weiter, größer ist als das Mittelmeerbecken und seine Anrainerländer, dass er nach Norden reicht bis nach Skandinavien, nach Süden bis in die westafrikanische Sahelzone. Man könnte von einem erweiterten Mittelmeerraum sprechen. Staatliche Grenzen bleiben dort wichtig, werden aber relativiert. Was bedeutet in diesem Raum die aktuelle Massenmigration aus dem Süden? Welche Rolle spielen bei der Bewertung des epochalen Ereignisses im Norden (und Süden) kognitive Einstellungen? Nord-Süd-Gegensatz? Religion? Geschichtliche Erfahrungen und Geschichtsbilder? Denken in geschlossenen Räumen? Ein statischer Begriff von Kultur und Identität? Ein vorsichtiger, umsichtiger
Umgang mit der Realität ist nötig. Aber behindern diese ‚Tatsachen des Bewusstseins‘ darüber hinaus politisches Denken und Handeln? Es ist notwendig, sie zu kennen und in Geschichte und Gegenwart nach Ideen und Modellen zu suchen, wie sie im Sinne einer Politik für Europa, den südlichen (und östlichen) Mittelmeerraum und Sahel-Afrika zu relativieren wären.

Prof. Dr. Bernd Thum (Karlsruhe/ Heidelberg) im Gespräch mit Prof. Dr. Dieter Richter (Bremen).

In Zusammenarbeit mit dem Haus der Wissenschaft

Als Paul über das Meer kam

Film

Globale meets globale°

Dokumentarfilm: Als Paul über das Meer kam (2017)

Paul Nkamani hat sich aus seiner Heimat Kamerun durch die Sahara bis an die Küste Marokkos durchgeschlagen. Hier lernen sich Paul und Filmemacher Jakob Preuss kennen, der entlang Europas Außengrenzen auf Recherchereise ist. Kurz darauf ergattert Paul einen begehrten Platz auf einem Schlauchboot nach Europa, doch die Überfahrt nimmt einen tragischen Ausgang: Die Hälfte seiner Mitreisenden stirbt, Paul überlebt. Der Regisseur sieht die erschütternden Bilder der Rettung im Fernsehen und begibt sich auf die Suche nach Paul. Nachdem Paul bereits zwei Monate in Abschiebehaft verbracht hat, findet Jakob ihn endlich in einem spanischen Rote-Kreuz-Heim wieder. Als Paul aufgrund der Wirtschaftskrise in Spanien beschließt nach Deutschland zu reisen, muss Jakob sich entscheiden: Soll er Paul aktiv bei seinem Streben nach einem besseren Leben unterstützen oder in der Rolle des beobachtenden Filmemachers bleiben?

Viereinhalb Jahre nachdem Pauls Odyssee begonnen und er seine Mutter in Kamerun verlassen hat, zieht er zu Jakobs Eltern ins ehemalige Kinderzimmer des Regisseurs. Und doch bleibt seine Zukunft in Deutschland ungewiss…  (farbfilm verleih)

Alle Termine: 06.11.17, 07.11.17, 08.11.17, 09.11.17

 

EINTRITT

Mohamed Amjahid: Unter Weissen & Fatma Aydemir: Ellbogen

Lesung

Foto: Goetz Schleser

Mohamed Amjahid: Unter Weissen (Hanser Berlin 2017)
„Eines ist klar: Nur wer relativ zu anderen privilegiert ist, kann überhaupt rassistisch handeln. Oder anders gesagt: Rassismus muss man sich erst mal leisten können.“ (M. Amjahid)

 

 

 

 

 

 

Foto: Bradley Secker

Fatma Aydemir: Ellbogen (Hanser 2017)
„Fatma Aydemir erzählt von den vielen Menschen, die zwischen den Kulturen und Nationen leben, und von ihrer Suche nach einem Platz in der Welt.“ (Hanser Literaturverlage)

 

 

Moderation: Libuše Černa


EINTRITT

Lana Lux: Kulkolka

Lesung

Lana Lux: Kukolka (Aufbau Verlag 2017)

„Lana Lux hat einen gnadenlos realistischen Roman über Ausbeutung, Gewalt und Schikane geschrieben, über ein Leben am Rande der Gesellschaft, geführt von einer Heldin, die trotz allem schillernder nicht sein könnte. “ (aufbau Verlag)

 

Moderation: Axel Dunker

Im Rahmen der Tagung Migrationsvordergrund – Provinzhintergrund.Deutschsprachige (Welt-)Literatur aus Osteuropa