06.05. Julia Cimafiejeva und Alhierd Bacharevič, 20 Uhr

Zwei belarusische Autoren, die derzeit aus politischen Gründen im Exil in Hamburg leben, präsentieren ihre Bücher in jüngster deutscher Übersetzung, berichten über die aktuelle Situation in Belarus und erzählen ihre Exil-Geschichten. Sie werden das Publikum mit der belarusischen Kultur und mit der Sprache bekanntmachen. Es wird um den Roman „Europas Hunde“ von Alhierd Bacharevič (Voland und Quist 2024) und um den Gedichtsband „Der Angststein“ von Julia Cimafiejeva  (Edition foto.TAPETA 2022) gehen.

Die Veranstaltung findet in deutscher, englischer und belarusischer Sprache statt.

 

Moderation: Viktorie Knotková

Zu den Autor*innen:

Alhierd Bacharevič ist ein belarusischer Schriftsteller. Er hat mehrere Romane und Essaysammlungen publiziert, seine Bücher sind ins Deutsche, Englische, Russische, Polnische und weitere Sprachen übersetzt. 2017 erschien sein Hauptwerk, der 900-seitige Roman „Сабакі Эўропы“  (Europas Hunde). Der Text wurde in London, Berlin, Paris und Adelaide inszeniert. 2024 erschien der Roman in deutscher Übersetzung von Thomas Weiler. Bacharevič wurde mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet („Buch des Jahres“, Erwin-Piscator-Preis, English PEN-Award ua.). Zwei seiner Bücher sind in Belarus als „extremistisch“ eingestuft und verboten: Alle Bacharevič´s Werke sind in der Heimat aus den Buchhandlungen und Bibliotheken rausgeworfen. Seit Ende 2020 lebt Alhierd Bacharevič mit seiner Frau, der Dichterin Julia Cimafiejeva, im Exil, zuerst in Österreich und in der Schweiz, zur Zeit in Hamburg.

Julia Cimafiejeva ist eine belarusische Dichterin und Übersetzerin. Sie hat mehrere Gedichtbände publiziert. Ihr „Minsk.Tagebuch“ über den Alltag während den Protesten in Belarus 2020, im Original auf Englisch geschrieben, wurde ins Deutsche, Niederländische, Schwedische und andere Sprachen übersetzt. Letztes Jahr erschien es auch auf Belarusisch. Cimafiejeva selbst übersetzt Lyrik aus dem Englischen und Norwegischen. Sie ist mit dem Carlos-Cherman-Preis für ihre Übersetzungen geehrt. Ihr Buch „Motherfield“ erschien in Vereinigten Staaten 2022 und ging auf die Short-List von dem Derek-Walkott-Prize und auf die Long-List von PEN America. Seit Ende 2020 lebt sie mit ihren Mann, dem Schriftsteller Alhierd Bacharevic, im Exil, zuerst in Österreich und in der Schweiz, zur Zeit in Hamburg.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Belarusischen Gemeinschaft RAZAM e.V  und dem Literaturfestivals globale°.

Bacharevič bei der globale° 23, Foto: Matej Meza

Theater Bremen 

Kleines Haus