27.10. So wie wir sind – Plurale Gegenwarten. Wer erzählt den Osten?, 17.00 Uhr
So wie wir sind – Plurale Gegenwarten. Wer erzählt den Osten?
Wer erzählt den Osten – und wessen Perspektiven prägen bis heute unser Bild von Ostdeutschland?
Die Geschichte der deutschen Einheit wurde lange vor allem als Ost-West-Erzählung verhandelt. Andere Machtverhältnisse wie Rassismus, Antisemitismus oder Sexismus blieben dabei oft ausgeblendet. Die Erfahrungen von Menschen mit Migrationsgeschichte, Schwarzen Ostdeutschen, den Kindern ehemaliger Vertragsarbeiter*innen und anderen marginalisierten Gruppen fanden nur selten Eingang in die öffentliche Erinnerung.
Mit Nhi Le, Katharina Warda und Marieke Reimann kommen drei prägende Stimmen der ostdeutschen Nachwendegeneration zusammen, die diese Erzählungen erweitern
und neu zusammensetzen. Sie sprechen über Ostdeutschland als pluralen Erfahrungsraum
– geprägt von Transformation, rechtsextremer und rassistischer Gewalt, aber auch von Solidarität, demokratischem Engagement und Widerständigkeit. Gemeinsam diskutieren wir, welche Leerstellen die Debatten über Ostdeutschland bis heute prägen, wie sich der Blick auf die Nachwendezeit verändert, wenn bislang marginalisierte Perspektiven in den Mittelpunkt rücken, und welche Erzählungen eine plurale, solidarische Gesellschaft heute braucht – nach der Einheit und nach den Wahlen.
Moderation: Klaas Anders
Eine Kooperation von der globale°, Weserburg Museum für moderne Kunst, GRK „Contra diction Studies“, Syker Vorwerk, Arbeitnehmerkammer Bremen, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen, und Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen.
Unterstützt vom Demokratiezentrum Bremen.
Im Rahmen des globale° Festivals, und Begleitprogramms zu den Ausstellungen „So wie wir sind“ in der Weserburg Museum für moderne Kunst und „Die Kids sind nicht alright!“ im Syker Vorwerk – Zentrum für zeitgenössische Kunst.
Nhi Le
Foto: (c) xxx
Katharina Warda
Foto: (c) Alena Schmick
Marieke Reimann
Foto: (c) Paulina Hildesheim
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