29.10. Michal Hvorecký, 13.00 Uhr

Dissident

Am 10. Dezember 1989 betritt Michal Hvorecký zum ersten Mal die »freie Welt«. Jahrzehnte später droht ihm eine fünfjährige Haftstrafe, weil er die Kulturministerin seiner Heimat kritisiert hat. Mit viel Gespür für die feinen Risse in der Gesellschaft verwebt Hvorecký in seinem ersten Sachbuch seine persönlichen Erinnerungen und Erfahrungen mit einer scharfen Analyse der politischen Gegenwart. Ein mutiger Text über die Zerbrechlichkeit der Demokratie, die Kraft der Zivilgesellschaft, die neuen Dissidenten des 21. Jahrhunderts und die Notwendigkeit, zu widersprechen.

Entlang seiner eigenen Geschichte verfolgt Michal Hvorecký den Weg Europas vom Fall des Eisernen Vorhangs bis zur Rückkehr autoritärer Ideologien. Die Euphorie der Samtenen Revolution, der hoffnungsvolle Aufbruch in ein neues Europa und heute: der Kampf gegen ultrarechte Kulturpolitik. Eindringlich zeigt er, dass unser aller Einsatz für die Demokratie zwingend gefordert ist.


Moderation: Libuše Černá

In Kooperation mit dem Deutschen Journalisten Verband und dem EuropaPunktBremen.


Um Anmeldung beim Veranstaltungsort wird gebeten.

Klett-Cotta, 2026
EuropaPunktBremen
Am Markt 20
28195 Bremen

Michal Hvorecký

°1976 in Bratislava, wo Michal Hvorecky heute wieder lebt. Dazwischen studierte er Ästhetik an der Philosoph-Konstantin-Univesität Nitra und ein Semester kreatives Schreiben an der Universität Iowa (USA) und arbeitete u.a. auf einem Kreuzfahrtschiff. Seit 2014 arbeitet Hvorecky am Goethe-Institut in Bratislava. Er engagiert sich für den Schutz der Pressefreiheit und gegen antidemokratische Entwicklungen. Zu seiner Vita gehören einige Romane, Erzählungen und journalistische Veröffentlichungen. Dissident ist sein neues Sachbuch.
Info Autor*in

Foto: (c) Martina Lukić

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