Boualem Sansal: Der Zug nach Erlingen oder die Verwandlung Gottes

Hinweis: Das Gespräch mit dem Autor wird über zoom geführt – er wird aus seinem Buch lesen. Die Veranstaltung findet wie geplant im Institut francais statt. Das Gespräch wird auf Französisch geführt und wird eine resümierende deutsche Übersetzung haben. Anschließend an das Gespräch mit dem Autor und dessen Lesung folgt eine Lesung aus der deutschen Übersetzung.

DER ZUG NACH ERLINGEN ODER DIE VERWANDLUNG GOTTES ((Gifkendorf: Merlin 2019 / frz. Original Le train d’Erlingen ou La métamorphose de Dieu (Paris: Gallimard, 2018)

Eine von einem unbekannten Feind belagerte deutsche Stadt ist die Szenerie, vor der Boualem Sansals letzter Roman einsetzt. Literarisch vielschichtig rollt er im Briefwechsel zwischen Ute von Ebert und ihrer Tochter die Geschichte des Aufbaus und Zusammenbruchs eines imperialen Wirtschaftsunternehmens auf. Auf einer zweiten Ebene geht es um eine pensionierte, in Bremen lebende französische Lehrerin, die in den Strudel der islamistischen Attentate vom November 2015 gerät. In welcher Beziehung stand sie zu Ute von Ebert? Deren Tochter macht sich auf, dies herauszufinden. Kritik totalitärer Herrschaft, komplex verschlungene Geschichten und deutsch-arabische Verknüpfungen greift Boualem Sansal immer wieder auf – und erzählt sie jedes Mal neu und in überraschenden Wendungen.

Moderation: Elisabeth Arend

Info: Der Abend findet in französischer und deutscher
Sprache statt.

In Kooperation mit dem Institut franҫais Bremen.

 

Ilija Trojanow: Doppelte Spur

Hinweis! Leider kann der Autor Covid-19 bedingt nicht persönlich bei der Veranstaltung anwesend sein. Es wird ein vorproduziertes Gespräch mit ihm gezeigt, sowie Lesungen und Informationen von Christine Gorny vor Ort geben.

SCHWERPUNKTWOCHENENDE: Verbotene Bücher
Großes Haus

DOPPELTE SPUR (S. Fischer Verlag 2020)

In seinem Roman Macht und Widerstand hat Ilija Trojanow die Mechanismen totalitärer Herrschaft hellsichtig analysiert. Am Beispiel von Bulgarien in sozialistischen und postsozialistischen Zeiten ermöglicht er Einblicke in den ‚Archipel Gulag‘ unserer Zeit, und im Kontext der Unterdrückung der Literatur ist er ein Kronzeuge der Dissidenz und des Überlebenskampfes von Schriftstellern und Schriftstellerinnen. Trojanow ist überzeugt davon, dass es viele Wege gibt, die Freiheit zur erfahren. In seinem aktuellen Roman Doppelte Spur erkundet er die Mechanismen der Macht, die Korruption, die Machenschaften der Geheimdienste, die Verstrickungen, bis in die höchsten politischen Etagen; in den USA, in Russland.

Moderation: Christine Gorny

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