Bürger Havel rollt Fässer

SCHWERPUNKTWOCHENENDE: Verbotene Bücher
Kleines Haus

Film
BÜRGER HAVEL ROLLT FÄSSER (CZ 2009; 72 min, Original mit deutschen Untertiteln)

Im Jahr 1974 bekam Václav Havel als Dramatiker in der ehemaligen Tschechoslowakei aufgrund seiner Ansichten ein Arbeitsverbot. Jedoch hat er sich dadurch nicht beeindrucken lassen und sich einen neuen Job in einer Brauerei gesucht. Dort rollte er Fässer und filterte das Bier, anstatt zu schreiben. Der Dokumentarfilm erklärt, wie ihn die Umstände zu seinem bekanntesten Stück „Audienz“ inspiriert haben. Der Film wurde 2009 gedreht. Aufnahmen mit den ehemaligen Polizisten, die Havel observierten, mit den Mitarbeitern der Brauerei, in der Havel gearbeitet hat, mit Schauspielern, die illegal das Theaterstück aufführten und schließlich mit Václav Havel selbst machen diesen Film zu einem einmaligen Zeitdokument.

Moderation: Libuše Černá

Hier geht es zum Vorverkauf

In Zusammenarbeit mit dem Tschechischen Literaturzentrum

 

Passage Mittelmeer

Raum der Begegnung und Hoffnung, Sehnsuchtsort, Todesfalle und Brücke der Völker

Die Bezeichnung „Mittelmeer“ steht heute für Hoffnung und für Verzweiflung. Tausende wagen auf dem Weg in ein scheinbares Eldorado Europa. Angesichts schrecklicher Ereignisse und Bilder vergisst man oft, dass das Mittelmeer ein Raum der Kulturbegegnung mit einer langen Geschichte und mit vielen Traditionen ist. Mit dem Reichtum eines historisch gewachsenen Kulturaustauschs, aber auch mit den Grenzziehungen und Konflikten dieses Raumes setzen sich Literatur und Kultur der Mittelmeerländer auseinander. Gemeinsam mit dem Theater Bremen nimmt globale°-Festival für grenzüberschreitende Literatur seine Gäste mit auf eine zweitägige Entdeckungsreise. Auf den Bühnen des Theaters Bremen präsentieren wir Lesungen, Vorträge, Diskussionen, Theater, Musik und auch Kulinarisches von der Passage Mittelmeer.

Programm:

04.11.17 

13:00,Kleines Haus:  Eröffnung  mit Ulrike Hiller, Die Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit und Gabriele Benno, Allianz Kulturstiftung

Lesung von Ivana Sajko: Rio Bar (Matthes&Seitz Berlin 2011, Übersetzung Alida Bremer)
Lesung von Richard Swartz: Blut, Boden und Geld (S.Fischer 2016, Übersetzung Hedwig M. Binder )
Moderation: Ivna Zic

14:00, Brauhauskeller: Mittelmeer-Symposium (In Zusammenarbeit mit der Heinrich Böll Stiftung Bremen)

15:00, Kleines Haus: Lesung von Stefan Hertmans: Die Fremde (Hanser Berlin 2017, Übersetzung Ira Wilhelm)
Moderation: Karin Struve

16:00, Brauhaus: Szenische Lesung von Simon-Pierre Hamelin: 101, rue Condorcet, Clamart (Osburg Verlag 2017, Übersetzung Regina Keil-Sagawe)

17:00, Kleines Haus: Lesung von Ron Segal: Jeder Tag wie heute (Wallstein 2014, Übersetzung Ruth Achlama)
Im Gespräch mit David Safier

18:00, Brauhauskeller: Maltesische Literatur heute: Leanne Ellul, Gramma, Albert Friggieri, Goethes Vorsatz, Malta zu besuchen, Adrian Grima: M‘aħniex se nbaxxu rasna / Wir werden unsere Köpfe nicht hängen lassen
Moderation: Thomas Stolz

20:00, Kleines Haus: Lesung von Olga Grjasnowa: Gott ist nicht schüchtern, (Aufbau 2017)
Moderation: Silke Behl

ab 21:00, Noon: Konzert von Papa Africa

 

05.11.2017

11:30, Kleines Haus: Szenische Lesung von Habib Tengour: Traverser / Übers Meer (Hans Schiler Verlag 2017, Übersetzung Regina Keil-Sagawe)

12:00, Kleines Haus: Diskussion mit Simon-Pierre Hamelin und Habib Tengour: Kultur im Maghreb
Diskussion, Moderation: Regina Keil- Sagawe

14:00, Brauhaus: Lesung Kaouther Adimi: Steine in meiner Hand (Lenos 2017, Übersetzung Regina Keil-Sagawe)
Diskussion: Nisrine Mbarki und Kaouther Adimi, Thema: „Frauen im Mittelmeerraum“
Moderation: Tinia Würfel

15:00, Brauhauskeller: Lesung und Vortrag mit Ondřej Cikán: Menandros und Thaïs (Labor 2011)
Thema: „Inspiration durch antike Schundromane“
Moderation: Viktorie Knotková

15:00, Kleines Haus:Theater von Paul Maar: Neues vom fliegenden Kamel
Musik Theater
Extra Eintritt: 10€/7€

16:00, Brauhauskeller: Szenische Lesung mit Akin E. Şipal: Ein Haus in der Nähe einer Airbase

17:00, Brauhauskeller: Lesung von Abdelkader Djemaï: Die letzte Nacht des Emir (Sujet Verlag 2016, Übersetzung Christiane Belakhdar)
Moderation: Elisabeth Arend

18:00, Kleines Haus: Lesung von Robert Menasse: Die Hauptstadt (Suhrkamp 2017)
Moderation: Christine Gorny

 

EINTRITT: Tageskarte 10€, ermäßigt 7€

Der Vorverkauf findet an der Theaterkasse statt und online unter http://www.theaterbremen.de/de_DE/karten

Das Fest und die Gäste: Theateraufführung

026a1770Theater

Das Fest und die Gäste – O slavnosti a hostech

Studio Hrdinů und Katharina Schmitt (Regie)
Auf Tschechisch mit deutscher Übertitelung

Jan Němecs Film ›Das Fest und die Gäste‹ von 1966 ist eines der Schlüsselwerke der   tschechischen Neuen Welle. Eine Gruppe von Freunden wird auf dem Weg zu einem Fest von Fremden festgehalten und schikaniert. Nach und nach stellt sich heraus, dass die Schikane von langer Hand geplant ist. Die Gäste müssen auf die Situation reagieren: mit Anpassung oder Flucht. Der Film, eine Parabel auf die politische Situation in der Tschechoslowakei Ende der 1960er Jahre, wurde nach seiner Fertigstellung nach Cannes eingeladen, in der Tschechoslowakei allerdings sofort verboten und konnte erst nach 1989 wieder gezeigt werden. Die in Bremen geborene Regisseurin und Dramatikerin Katharina Schmitt und das Team des Studio Hrdinů haben sich das Drehbuch als Ausgangspunkt für eine Untersuchung von Machtmechanismen und Reaktionen auf gesellschaftlichen Druck vorgenommen. ›Das Fest und die Gäste‹ ist eine Inszenierung über die Macht der Konformität heute und den Totalitarismus der Gemütlichkeit

EINTRITT: Solidarisches Preissystem frei wählbare Preiskategorien 7€ / 10€ / 14€ / 3€ Bremen Pass
Freier Eintritt für Studierende im ersten Semester sowie Auszubildende im ersten Lehrjahr.

In Kooperation mit der Schwankhalle.
Weitere Aufführung am 30.Oktober.

Das Fest und die Gäste: Filmvorführung und Diskussion

026a1229Filmvorführung & Diskussion

Das Fest und die Gäste – O slavnosti a hostech„Dieser Film hat mein Leben ruiniert“

Mit Katharina Schmitt und Radka Denemarková über die „neue Welle“ des tschechischen Films.

Jan Němecs Film ›Das Fest und die Gäste‹ von 1966 ist eines der Schlüsselwerke der   tschechischen Neuen Welle. Eine Gruppe von Freunden wird auf dem Weg zu einem Fest von Fremden festgehalten und schikaniert. Nach und nach stellt sich heraus, dass die Schikane von langer Hand geplant ist. Die Gäste müssen auf die Situation reagieren: mit Anpassung oder Flucht. Der Film, eine Parabel auf die politische Situation in der Tschechoslowakei Ende der 1960er Jahre, wurde nach seiner Fertigstellung nach Cannes eingeladen, in der Tschechoslowakei allerdings sofort verboten und konnte erst nach 1989 wieder gezeigt werden. Die in Bremen geborene Regisseurin und Dramatikerin Katharina Schmitt und das Team des Studio Hrdinů haben sich das Drehbuch als Ausgangspunkt für eine Untersuchung von Machtmechanismen und Reaktionen auf gesellschaftlichen Druck vorgenommen. ›Das Fest und die Gäste‹ ist eine Inszenierung über die Macht der Konformität heute und den Totalitarismus der Gemütlichkeit

Das zugehörige Theaterstück wird am 30.10. und 31.10. in der Schwankhalle aufgeführt.

Moderation: Martina Winkler

In Kooperation mit dem Kukoon.