Specials

THEMENWOCHENENDE: PASSAGE MITTELMEER
am 04. und 05. November, 10:00 bis 24:00 Uhr auf allen Bühnen des Theater Bremen

OPER: KEIN MENSCH 
am Di. 07. November um 19:00 Uhr Deutsche Uraufführung im Theater Bremen
am Mi. 08. November um 18:00 Uhr im Theater Bremen Bremen

FOTOAUSSTELLUNG: TANGER, EINE LITERARISCHE INTERZONE
am Mi. 25. Oktober um 19:00 Uhr Vernissage im Wallsaal der Stadtbibliothek Bremen

FOTOAUSSTELLUNG: MEIN NACHBAR – DER GEFLÜCHTETE. NOS VOISINS – LES RÉFUGIÉS
am Di. 02. November um 17:00 Uhr Vernissage im EuropaPunkt, Bremen

TAGUNG: MIGRATIONSVORDERGRUND – PROVINZHINTERGRUND. DEUTSCHSPRACHIGE (WELT-) LITERATUR AUS OSTEUROPA.
vom 09. November bis zum 11. November im Gäastehaus der Universität Bremen

WORKSHOP: ZWEITER WORKSHOP ZUM ÜBERSETZEN
am Mo. 13. November ab 11:00 Uhr im Kukoon, Bremen

HÖRSPIEL-PREIS NORD-WEST: ALS DONALD TRUMP NACH EMDEN KAM
am Mo. 13. November um 16:00 Uhr im Kukoon, Bremen


THEMENWOCHENENDE: PASSAGE MITTELMEER

Raum der Begegnung und Hoffnung, Sehnsuchtsort, Todesfalle und Brücke der Völker

Am 04. und 05. November steht das Theater Bremen ganz unter dem Motto „Passage Mittelmeer“.
Samstag und Sonntag von jeweils 10:00 bis 24:00 Uhr auf allen Bühnen des Theater Bremen.

Die Bezeichnung „Mittelmeer“ steht heute für Hoffnung und für Verzweiflung. Tausende wagen sich auf den Weg in ein scheinbares Eldorado Europa. Angesichts schrecklicher Ereignisse und Bilder vergisst man oft, dass das Mittelmeer ein Raum der Kulturbegegnung mit einer langen Geschichte und mit vielen Traditionen ist. Mit dem Reichtum eines historisch gewachsenen Kulturaustauschs, aber auch mit den Grenzziehungen und Konflikten dieses Raumes setzen sich Literatur und Kultur der Mittelmeerländer auseinander. Gemeinsam mit dem Theater Bremen nimmt globale°-Festival für grenzüberschreitende Literatur seine Gäste mit auf eine zweitägige Entdeckungsreise. Auf den Bühnen des Theaters Bremen präsentieren wir Lesungen, Vorträge, Diskussionen, Theater, Musik und auch Kulinarisches von der Passage Mittelmeer.

Programm Passage Mittelmeer

Der Eintritt kostet 10€, ermäßigt 7€.


OPER: KEIN MENSCH

Der Tod ist die Lösung aller Probleme: Kein Mensch – kein Problem. – Stalin
Sprengt die Opernhäuser in die Luft! – Pierre Boulez

Foto: P. Borecký;

Kein Mensch, eine Inszenierung des Prager Nationaltheaters in der Regie der in Bremen geborenen Regisseurin Katharina Schmitt, verhandelt das Schicksal des Bildhauers Otakar Švec und die Geschichte seines letzten Werkes, des Stalin-Denkmals auf dem Prager Letná Plateau. 1949 gewann Švec gegen seinen Willen den Wettbewerb zur Anfertigung eines riesigen Stalin- Denkmals. Der Bau der dreissig Meter hohen Statue dauerte sechs Jahre. In der Zwischenzeit starb Stalin, die Ehefrau von Švec beging Selbstmord und auch der Bildhauer nahm sich drei Wochen vor der Enthüllung des Denkmals im Mai 1955 das Leben. Das Denkmal wurde enthüllt, ohne dass Otakar Švec erwähnt wurde. Nur einige Jahre später wurde die Statue als Reaktion auf den politischen Wandel in der Sowjetunion und die Kritik des Personenkults im Rahmen einer geheimen Sprengung wieder zerstört. Bis heute sprechen die Prager vom „Stalin“, wenn sie über das Letná Plateau sprechen.

Ausgehend von Archivmaterial und historischen Quellen untersucht Kein Mensch das Verhältnis von Ideologie und Kunst zwischen zeitgenössischer Oper und Installation. Jiří Kadeřábeks Komposition basiert auf monumentalen Aufnahmen von Männerchören und einem Symphonieorchester, die mit live gespielter und gesungener Kammeropernmusik durch eine Surround-Installation verwoben werden.

Produktion: Nationaltheater Prag, 2017; Musik: Jiří Kadeřábek; Regie: Katharina Schmitt; Dramaturgie:
Lukáš Jiřička: Bühne und Kostüme: Patricia Talacko, Eliška Gattringerová

Ensemble: Sopran; Sylva Čmugrová, Mezzosopran; Jan Mikušek, Kontratenor; Jakub Tolaš, Bariton; Josef Škarka, Bass; Jiří Štrébl; Kammerorchester des Prager Nationaltheaters; Chor und Orchester der Prager Staatsoper; Kinderoper Prag

Dauer: 1 Stunde 15, ohne Pause

Das Projekt wird durch den Internationalen Koproduktionsfonds des Goethe-Instituts gefördert.


FOTOAUSSTELLUNG: TANGER, EINE LITERARISCHE INTERZONE

Fotoausstellung von David Konečný.

Es gibt in Marokko einen Ort, der sowohl den experimentfreudigen Literaten als auch verschiedensten Randgängern des Geistes, besonders gastfreundlich Aufnahme gewährt: die Stadt Tanger. In dieser Weltstadt an der äußersten Spitze Afrikas finden bis heute jene Zuflucht, die nach künstlerischen Ideen suchen oder sich neu erfinden möchten. Der junge tschechische Fotograf und Übersetzer David Konečný hat im Juli 2017 fünf zeitgenössische Autor*innen an unterschiedliche Orte der Stadt begleitet, wo sie Inspiration oder Ruhe zum Schreiben finden, auf ihre Empfehlungen besondere Buchhandlungen und Cafés besucht, und ist den literarischen Spuren von William S. Burroughs, Jean Genet, Tennessee Williams, Marguerite Yourcenar, Juan Goytisolo, François-Olivier Rousseau, Mohamed Choukri, Abdelkader Benali, Zoubeir Ben Bouchta oder Rachida Madani mit seiner Kamera gefolgt. Konečnýs Bilder zeigen die literarische Gegenwart einer Stadt, in der sich Sprachen und Kulturen seit Jahrzehnten mischen und gemeinsam eine Literatur entstehen lassen, die ihre Internationalität stets zum Thema macht.

Ausstellungseröffnung: 25.10. 19:00 Uhr
Einführung: Vitktorie Knotková, Theater Bremen
In Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Bremen
Stadtbiblitothek Bremen, Wallsaal / Am Wall 201, 28195 Bremen


FOTOAUSSTELLUNG: MEIN NACHBAR – DER GEFLÜCHTETE. NOS VOISINS – LES RÉFUGIÉS

Fotoausstellung von Sophie Hériaud

Sophie Hériaud, Bretonin, ist als Journalistin tätig und hat Bremen durch ein Studiensemester an der Hochschule Bremen kennengelernt. Mit gerade 21 Jahren hat sie für einen Artikel über die Integration von Geflüchteten in Deutschland und speziell Bremen den Preis von UNHCR-Le Monde erhalten. 2016 setzte sie ihre Reportagen über die sog. Flüchtlingskrise auf der Insel Lesbos und in Athen fort. Ihre Begegnungen mit syrischen Geflüchteten hat sie fotografisch festgehalten. In Bremen, wo ihre Beschäftigung mit diesem wichtigen Thema begonnen hat, werden diese Fotos erstmalig in einer Ausstellung gezeigt.

Sophie Hériaud est une jeune journaliste, originaire de Bretagne (France). Au cours de ses études, elle est venue un semestre à la Hochschule de Bremen. A tout juste 21 ans, elle est lauréate du prix UNHCR-Le Monde 2016 pour son article sur l’intégration des réfugiés en Allemagne (précisément à Bremen). Elle s’est ensuite rendue en octobre 2016, à Lesbos et à Athènes (Grèce) pour continuer ses reportages sur la crise des réfugiés en Europe. Elle y a rencontré des jeunes syriens, des couples et des familles dont elle a rapporté les témoignages en image. Le chemin de l‘exposition débute à Bremen puisque c‘est là-bas qu‘elle s‘est intéressée à la situation des réfugiés et se continue dans les camps de réfugiés en Grèce.

Vernissage am 02. November um 17:00 Uhr im EuropaPunkt Bremen, Am Markt 20, 28195 Bremen

Eintritt frei


TAGUNG: MIGRATIONSVORDERGRUND – PROVINZHINTERGRUND. DEUTSCHSPRACHIGE (WELT-) LITERATUR AUS OSTEUROPA.

Öffentliche Tagung, organisiert vom Institut für kulturwissenschaftliche Deutschland-Studien der Universität Bremen.

Beginn am Donnerstag, 9. November um 14:30 Uhr; Ende am Samstag, 11. November um 12:30 Uhr; Eintritt frei

Programm


WORKSHOP: ZWEITER WORKSHOP ZUM ÜBERSETZEN

Workshop in Kooperation mit der Universität Bremen am Mo. 13.11. 11:00 – 16:00 Uhr im Kukoon, Buntentorsteinweg 29, 28201 Bremen

Übersetzungsvorgänge sind in vielerlei Formen in unsere Alltagshandlungen und -situationen eingebunden. Von dieser Überlegung aus sollen in diesem Workshop zwei besondere Formen des Übersetzens ausgelotet werden. Sie sind eher an den Rändern übersetzerischer Praxis angesiedelt, aber keineswegs marginal. Zwei unterschiedliche, durch angesehene Drittmittelgeber geförderte Projekte und eine weitere Initiative werden hier vorgestellt: In handverlesen  präsentiert globale° das Übersetzen von Gedichten in Gebärdensprache. Die „Weltsprache der Poesie“ äußert sich nicht allein in Worten, sondern auch in Gebärden. Komplexe Übersetzensprozesse zwischen diesen beiden Ausdrucksformen werden erläutert und in Form gebärdeter Gedichte vorgeführt. Katharina Mevissen und Franziska Winkler haben dieses Projekt aus der Taufe gehoben und gestalten den ersten Teil des Workshops. Auch im zweiten Teil dieses Workshops geht es um Teilhabe an gesellschaftlicher Kommunikation durch Übersetzen.

Mit Weiter Schreiben wird eine Initiative vorgestellt, die Schreib-Tandems von Geflüchteten und deutsch schreibenden Journalist*innen bzw. Autor*innen bildet, um den in Deutschland angekommenen Menschen den literarischen Ausdruck in der für sie noch neuen Sprache zu erleichtern.Eingeladen ist die junge aus Syrien stammende Autorin Noor Kanj, die mit einem Stipendium der Heinrich-Böll-Stiftung nach Deutschland kam und mit der Berliner Literaturwissenschaftlerin, Publizistin und Autorin  Tanja Dückers zusammen arbeitet, die den deutschsprachigen Part des Schreib-Tandems darstellt. Ebenfalls zu Gast ist die deutsche Autorin Tanja Langer, die zusammen mit David Majed den Roman „Der Himmel ist ein Taschenspieler“ realisiert hat. Beide bauen zusammen Brücken zwischen den Kulturen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der bundesweiten Reihe „Meet your neighbours“ statt.

Moderation: Elisabeth Arend


HÖRSPIEL-PREIS NORD-WEST: ALS DONALD TRUMP NACH EMDEN KAM

Justin Hibbeler | Foto: privat

Gemeinsam mit globale° – Festival für grenzüberschreitende Literatur hat das Kulturbüro des Studentenwerks Oldenburg den ersten Hörspiel-Preis Nord-West ins Leben gerufen. Aus zahlreichen Einsendungen kürte eine fachkundige Jury das Skript Als Donald Trump nach Emden kam von Justin Hibbeler. Die offizielle Preisverleihung samt erstmaliger Live-Hörspiel-Aufführung findet am 28. Oktober in Oldenburg statt. Die Hörspielumsetzung des Gewinner-Skripts erfolgt durch ein Emsemble des Oldenburger Uni Theaters (OUT).

am 28.10. um 18 Uhr: Preisverleihung und Uraufführung im Oldenburger Uni Theater
Uhlhornsweg 49-55
26129 Oldenburg

am 13.11. um 16 Uhr: Aufführung im Kukoon
Buntentorsteinweg 29
28201 Bremen