Specials

THEATER: DAS FEST UND DIE GÄSTE – U slavnosti a hostech 
am So. 30. Oktober um 12:00 Uhr Filmvorführung und Diskussion im Kukoon, Bremen
am So. 30. und Mo. 31. Oktober um 20:00 Uhr Theateraufführung in der Schwankhalle, Bremen

PERFORMANCE: GRENZPROZESS / GRENSPROCES (DE/NL/EN)
am Fr. 04. November um 18:30 Uhr im AMS!-Theater, Bremen
am Sa. 05. November ab 20:00 Uhr im Forum/Stadtbibliothek, Groningen

AUSSTELLUNG: TIFLIS- LEBEN IN EINER NEUEN ZEIT. 34 PORTRÄTS
am 03. November um 18:00 Uhr Vernissage in der Zentralbibliothek, Bremen

WORKSHOP: LITERATUR ÜBERSETZEN-KULTUREN ÜBERSETZEN
am 08. November ab 11:00 Uhr im Haus der Wissenschaft, Bremen

DISKUSSION: INTELLEKTUELLE IM AUSNAHMEZUSTAND
am Mi. 09. November um 17:30 Uhr im EuropaPunkt, Bremen

PERFORMANCE: ELECTRONIC AND EXPERIMENTAL LITERATURE AUTHORS PERFORM THEIR WORK
am 04. November, 18:30 bis 20:30 Uhr in der Stadtbibliothek, Wallsaal, Bremen

TEXT: RADKA DENEMARKOVÁ – DIESER JUNGE KANN UNS GEFÄHRLICH WERDEN. „UNSINN DES SINNES
Exklusiv für globale° 2016 schrieb die tschechische Autorin Radka Denemarková dieses Essay zum 80. Geburtstag von Václav Havel

TEXT: BEGRÜßUNGSREDE FRIEDERIKE TAPPE-HORNBOSTEL (Kulturstiftung des Bundes) anlässlich des Soft-Openings von globale° – Festival gür grenzüberschreitende Literatur in der Landesvertretung Bremen in Berlin am 26. Oktober 2016.


 

Foto: Peter Fabo

Foto: Peter Fabo

THEATER: DAS FEST UND DIE GÄSTE – U slavnosti a hostech
Jan Němecs Film Das Fest und die Gäste von 1966 ist eines der Schlüsselwerke der tschechischen „neue Welle“. Eine Gruppe von Freunden wird auf dem Weg zu einem Fest von Fremden festgehalten und schikaniert. Nach und nach stellt sich heraus, dass die Schikane von langer Hand geplant ist. Die Gäste müssen auf die Situation reagieren: mit Anpassung oder Flucht. Der Film, eine Parabel auf die politische Situation in der Tschechoslowakei Ende der 1960er Jahre, wurde nach seiner Fertigstellung nach Cannes eingeladen, in der Tschechoslowakei allerdings sofort verboten und konnte erst nach 1989 wieder gezeigt werden.
Katharina Schmitt und das Team des Studio Hrdinů haben sich das Drehbuch als Ausgangspunkt für eine Untersuchung von Machtmechanismen und Reaktionen auf gesellschaftlichen Druck vorgenommen. Das Fest und die Gäste ist eine Inszenierung über die Macht der Konformität heute und den Totalitarismus der Gemütlichkeit.

Dauer: 90 Minuten. Die Inszenierung besteht aus einem Spaziergang an drei Spielorte.

REGIE Katharina Schmitt
DRAMATURGIE Jakub Režný
BÜHNE Pavel Svoboda
KOSTÜME Tereza Beranová
MUSIK Pasi Mäkelä
MIT Michal Kern, Marta Vítů, Petr Vaněk, Ivana Uhlířová, Jiří Štrébl, Eva Salzmannová,
Lukáš Karásek und Pasi Mäkelä


PERFORMANCE: GRENZPROZESS / GRENSPROCES (DE/NL/EN)

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v.l.: Eva, Moritz, Marija

Fünf junge Tausendsassa aus Bremen und Groningen treffen sich. Wo sie herkamen und hinwollen, spielt keine Rolle. Als grenzüberschreitende Kooperationen der Literaturfestivals globale° und Het grote gebeuren arbeiten sie an einer Performance – für beide Festivals. Hochexklusiv, höchstspannend und immer im „Prozess“. Das dreisprachige Kollektiv arbeitet genre-los: Zwischen Poesie und Slam, zwischen Improtheater und Diashow. Vielleicht gibt’s auch Musik, vielleicht auch Pyrotechnik, vielleicht aber auch nicht… für „Grenzprozess/grensproces“ gibt es keine Limits und keine Schubladen. Eigentlich sind auch Beschreibungsversuche überflüssig, weil unzutreffend – wie dieser Text hier. Das einzig wichtige ist: Tschüß Grenzen, beziehungsweise ‚doeg‘. Naja, aber vielleicht gibt es doch eine Kleinigkeit, an die das Quintett sich hält: Nämlich daran, die Uraufführung der Performance mit Bravour auf’s Parkett zu ballern. Und das am 04. November in Bremen und am 05. November in Groningen.

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MIT: Eva Matz, Mariya Nikolova, Richard NobbePhilip RozemaMoritz Sörgel

PROJEKTKOORDINATION: Rolien Scheffer, Ina Schenker, Mineke Hoekstra, Tobias Pollok

Die Performance ist eine Co-Produktion von Stichting literaire activiteiten Groningen (SLAG), AMS!-Theater und globale° – Festival für grenzüberschreitende Literatur


AUSSTELLUNG: TIFLIS- LEBEN IN EINER NEUEN ZEIT. 34 PORTRÄTS

Fotoausstellung von Lisa Fuhr

Vernissage am 03. November um 18:00 Uhr in der Zentralbibliothek Bremen, Wallsaal, Am Wall 201, 28195 Bremen

Georgien hat in den 25 Jahren seit seiner Unabhängigkeit dramatische Wechselbäder erlebt: Anfangs als „gescheiterter Staat“, der lange Zeit seinen Bürgern weder eine zuverlässige Infrastruktur noch existentielle Sicherheit bieten konnte. Straßenkriminalität und Korruption waren an der Tagesordnung. Es folgten aber auch Phasen von wirtschaftlichem Aufschwung: Die Gesellschaft entwickelte sich in Richtung Demokratie. Wie spiegelt sich dies alles im Leben einzelner Menschen wider? Diese Frage bewegt die Münchener Fotografin Lisa Fuhr, seit sie 2010 zum ersten Mal Georgien bereiste. Bei ihren Besuchen lernte sie in Tiflis Menschen aus unterschiedlichen sozialen Milieus, Altersgruppen und ethnischen und religiösen Gemeinschaften kennen. Einige Ältere von ihnen sind noch von der sowjetischen Zeit geprägt, andere haben daran kaum noch eine Erinnerung. Für manche haben sich die Lebensperspektiven radikal verändert, im Rückblick betrachtet oft zum Positiven. In anderen Fällen mussten sie von ihren ursprünglichen Lebensentwürfen Abschied nehmen und sich völlig neu im Leben einrichten.

Eintritt frei

Weitere Informationen: http://www.stabi-hb.de/Veranstaltungen


WORKSHOP: LITERATUR ÜBERSETZEN-KULTUREN ÜBERSETZEN

Workshop der Universität Bremen am Di. 8.11. 11:00 – 17:30 Uhr im Haus der Wissenschaft, Sandstraße 4/5, 28195 Bremen

11:00-11:15 Uhr: Einführung durch Prof. Elisabeth Arend (Uni Bremen/globale° e.V.)

11:15-11:30 Uhr: Vortrag: „Wenn Übersetzer ,Übersetzer‘ übersetzen …. 5 Bemerkungen zur Translation postkolonialer Literatur“ von Regina Keil-Sagawe (Romanistin/Publizistin/Übersetzerin, Heidelberg)

11:30-13:00 Uhr: Panel: Denkanstöße zu Fragen des Übersetzens

mit Prof. Dr. Hans Krings (Angewandte Sprachwissenschaft, Uni Bremen), Dr. Brigitte Döbert (Übersetzerin, Berlin), Regina Keil-Sagawe (Romanistin/Publizistin/Übersetzerin, Heidelberg), Eva Profousová (Übersetzerin,Hamburg), Madjid Mohit (Verleger, Bremen), Janka Wagner (Universität Oldenburg) Dr. Matthias Zach (Uni Göttingen, Forum für Globale Studien)

14:00 – 16:00 Uhr: Workshops der ÜbersetzerInnen

  • Brigitte Döbert: “Triester Trester. Grappa, Loza und tote Tutoren“
  • Regina Keil-Sagawe: „Die ,Khadratur‘ des Kreises“– Übersetzungsworkshop zur maghrebinischen Literatur
  • Eva Profousová: Mit fremden Schnäbeln reden: Bürgerfrust und Punkerwut bei Jaroslav Rudiš
  • Dr.jur. Miguel Sáenz: „Traducir para vivir, vivir para traducir“
  • Abdelkader Benali: Zur Übersetzung bildhafter Sprache

16:00 – 17:30 Uhr: Abschlussgespräch- Kurzberichte aus den Workshops / Diskussion


DISKUSSION: INTELLEKTUELLE IM AUSNAHMEZUSTAND

Zur aktuellen Lage von Wissenschaftler/innen, Journalist/innen
und Schriftsteller/innen in der Türkei

Bereits seit Jahren sind regierungskritische Journalist/innen, Autor/innen und andere Intellektuelle in der Türkei von strafrechtlicher Verfolgung bedroht, viele von ihnen haben wiederholt für die öffentliche Äußerung ihrer Meinung Gefängnisstrafen verbüßen müssen, u.a. der Chefredakteur der Zeitung Cumhuriyet, Can Dündar, der 2014 für die Erstaufführung seiner Dokumentation zu den Gezi-Protesten nach Bremen gekommen war. Im Januar 2016 führte der Aufruf von 2000 „Akademiker/innen für den Frieden“, in dem die Regierung aufgefordert wurde, den Krieg in den kurdischen Gebieten des Südostens der Türkei, unter dem insbesondere die Zivilbevölkerung zu leiden hat, zu beenden, zu heftigen Reaktionen von offizieller Regierungsseite, wonach die Unterzeichner/innen als ´Vaterlandsverräter´ innen bezeichnet und behandelt wurden. In der Folge wurden zahlreiche unterzeichnende Wissenschaftler/innen durch ihre Hochschulleitungen mit Sanktionen belegt oder soger entlassen, wobei bis heute unklar bleibt, nach welchen Kriterien die Bestraften ausgesucht wurden. Nach dem gescheiterten Putsch vom 15. Juli 2016 wurden 10.000e Mitarbeiter/innen in allen Bereichen der öffentlichen Verwaltung und insbesondere in den Hochschulen unter dem Verdacht der Kollaboration mit den Putschisten, die die Regierung Erdogan unter den Anhängern der Gülen-Bewegung ausmachte, außer Dienst gesetzt: ihnen wurde die Ausreise verwehrt, Pässe wurden eingezogen. Auch hier erscheinen die Kriterien, wonach eine Identifikation ´nur´ als unliebsame Kritiker/innen der Regierung oder schon als Terrorverdächtige (als die die Anhänger der Gülen-Bewegung bezeichnet werden) erfolgt, willkürlich. Während manche Unterzeichner/innen des Aufrufes mehr Restriktionen erfahren, machen andere die Erfahrung, dass sich der Beobachtungfokus von ihnen abgewandt hat. Die Situation insgesamt ist unüberschauber. Große Verunsicherung auf beiden Seiten bestimmt die deutsch-türkischen Beziehungen. Was heißt all das für die Zusammenarbeit, die Haltung, die Arbeit von Intellektuellen hier und da, darüber diskutieren unsere Podiumsgäste.
Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu, Konrektorin für für Internationalität und Diversität
an der Universität Bremen, Unterzeichnerin des Friedensappells
Dr. Cetin Gürer, Politikwissenschaftler und Philipp-Schwarz-Stipendiat,
Unterzeichner des Friedensappells
Dr. Roy Karadag, Geschäftsführer  des Instituts für interkulturelle und internationale Studien, Universität Bremen
Dr. Esra Mungan, Preisträgerin des Aachener Friedenspreises 2016,
Mitbegründerin der Initiative „Wissenschaftler für den Frieden“, Erstunterzeichnerin
des Friedensappels. (angefragt)
Dr. Hilde Stadler,Dr. Hilde Stadler, TV-Korrespondentin ARD/ Bayerischer Rundfunk und stellv. Landesvorsitzende Bayerischer Journalistenverband
Moderation: Elmas Topcu


ELECTRONIC AND EXPERIMENTAL LITERATURE AUTHORS PERFORM THEIR WORK

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In Kooperation mit u.a. globale°

Performance-Abend: „Electronic and experimental literature authors perform their work“ –  4. November 2016, 18:30-20:30, Stadtbibliothek Wall-Saal

In Verbindung mit der International Conference on Digital Media and Textuality (ICDMT), die vom 03.-05. November 2016 an der Universität Bremen stattfindet, sowie der Ausstellung Shapeshifting Texts veranstaltet die Stadtbibliothek Bremen einen Performance-Abend, bei dem die Autoren Rui Torres, Scott Rettberg und Álvaro Seiça ihre Werke vorstellen. Unterstützt vom Literaturhaus Bremen und globale° – Festival für grenzüberschreitende Literatur, wird Scott Rettberg den interaktiven Dokumentarfilm Toxicity zeigen. Rui Torres wird sein Projekt PoeticUnConversations präsentieren und einen thematisch daran angegliederten Vortrag halten.

TOXICITY (2013-2015), SCOTT RETTBERG und RODERICK COOVER
Toxi•City is a combinatory film in which narrative segments and a chorus of historical anecdotes chronicling deaths from Hurricane Sandy are drawn from a data-based of materials. (…) In Toxi•City, 6 characters describe conditions living in a future shaped by global warming and climate change (ELMCIP).  Website

AIMISOLA.NET/HYMIWO.PO: A POEMTRACK FOR A YET-TO-BE-WRITTEN DANCE PIECE, ÁLVARO SEIçA
This poem departs from material produced by AIMISOLA, in respect to the project “voices of immigrant women,” and further research developed by Álvaro Seiça & Sindre Sørensen on immigration, Spanish immigration policies, cultural, social and political issues in Spain.

POETICUNCONVERSATIONS, RUI TORRES
Presentation of a set of programmed poems meant to be read simultaneously by multiple readers inhabiting a simulated and navigable space in which the reading becomes immersive and interactive.

Ausstellung und Performance-Abend können kostenlos besucht werden, für die Teilnahme an der Konferenz ist eine Registrierung vorab notwendig. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte die Organisatorin, Dr. Daniela Côrtes Maduro: cortesm@uni-bremen.de.