Volha Hapeyeva: Camel Travel

Mit unglaublicher Leichtigkeit erzählt Hapeyeva von
einer Kindheit und Jugend in der zerfallenden UdSSR
Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre. Aufzuwachsen in einem Land, in dem mit Belarussisch und Russisch zwei Sprachen gesprochen werden, kann in manchen Situationen gehörig für Verwirrung sorgen. Und es ist gewiss nicht einfach, den ganz gewöhnlichen Alltag zu meistern. In kurzen Kapiteln nähert sich Volha Hapeyeva aus kindlicher Perspektive den kleinen und großen Themen, die in Schule, Familie und öffentlich ausgetragen werden. Ihre Schilderungen zeigen das Leben im Minsk der (post)sowjetischen Zeit auf – aber auch die eigene Entwicklung der Autorin zu einer kritischen, feministisch-politischen Frau im heutigen Belarus. Camel Travel ist nicht nur ein autobiografischer Roman, sondern auch ein Ausflug in die belarussische Geschichte.“ (Simon Leuthold, SRF2)

Droschl 2021, aus dem Belarussischen von Thomas Weiler